Schule Lengnau wird auf das Schuljahr 2022/2023 umstrukturiert

In den letzten Jahren investierte die Einwohnergemeinde Lengnau BE einen Grossteil der finanziellen Mittel in die Bereitstellung von neuen Schulinfrastrukturen. Als Abschluss der Umgestaltung der alten Turnhallen in neue moderne Schulräume beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Schulorganisation.

Durch die enorme Bautätigkeit wächst die Bevölkerung der Einwohnergemeinde Lengnau BE stetig. Damit einher steigen auch die Schülerzahlen. Im Zuge der Neuausrichtung der Schule plante der Gemeinderat die künftige Organisation der Schule Lengnau und die Zuteilung der Schulräume pro Jahrgang.

Als Ziel definierte er, die Klasseneinteilungen seien so vorzunehmen, um die heterogenen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können und Perspektiven zu gestalten, die auf zukünftige Herausforderungen reagieren.

So ist sichergestellt, dass die generell drei Regelklassen pro Jahrgang ohne wesentliche organisatorische Umstellungen künftig auch vierfach geführt werden können.

Konkret heisst dies, dass

  • die Kindergartenstandorte wie bis anhin weitergeführt werden.
  • die ersten bis vierten Klassen am Schulstandort Campus Dorf geführt werden.
  • die fünften und sechsten Klassen neu im Schulhaus Kleinfeld beheimatet sind.
  • alle siebten und achten Klassen in den umgebauten Turnhallen Campus Dorf unterrichtet werden.
  • die neunten Klassen nebst diversen Fachräumen im Mittelstufenschulhaus Platz finden.
  • die Tagesschule weiterhin im Campus Dorf sichergestellt ist.
  • ein zusätzlicher Mittagstisch im Schulhaus Kleinfeld eingerichtet wird.

Das zentrale Anliegen des Gemeinderates ist, die Kinder in der Schule unabhängig des kulturellen Hintergrundes und Lernstandes optimal zu fördern und eine für sie passende Lernumgebung zu schaffen.

Mit den neuen Strukturen können die grossen Herausforderungen der Diversität, welchen die Schule gegenübersteht, abgefedert werden. Den enormen Lernstandunterschieden der einzelnen Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Unterrichtsfächern, welche sich bereits in den Eingangsstufen präsentieren, kann so individuell begegnet werden. Der rasant steigende Förderbedarf ist im geänderten Umfeld besser und schneller zu organisieren, um dem individuellen Bedarf der Schülerinnen und Schüler nachhaltig gerecht zu werden.

Um den Schülerinnen und Schülern auf allen Stufen optimale Lernumgebungen zu bieten, ist es wichtig, die zusammengehörigen Stufen am selben Standort zu unterrichten. Auf diese Weise können gewandte und flinke Schülerinnen und Schüler mit ihresgleichen geschult und in Ateliers zusammengeführt werden.

Dasselbe gilt für die anderen Fördergebiete wie Deutsch als Zweitsprache (DaZ), individuelle Förderung (IF), Logopädie und Psychomotorik. Durch die Konzentration der zusammengehörenden Schulstufen können die Kinder unabhängig des Lernstandes und sonstigen Spezialbedürfnissen optimal gefördert werden.

Der weitere Zuwachs an der Schule kann so aufgefangen werden, ohne dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulzeit zusätzliche Verschiebungen und Umstrukturierungen auf sich nehmen müssen.