Coronavirus - Vorsorgeauftrag und/oder Patientenverfügung

Die Einwohnergemeinde Lengnau empfiehlt das Ausfüllen eines Vorsorgeauftrages oder einer Patientenverfügung.

Auch bei den grössten Vorsichtsmassnahmen besteht die Möglichkeit, dass sich Risikogruppen mit dem Coronavirus anstecken können. Die Behörden empfehlen, sich in diesem Kontext Gedanken zu einem Vorsorgeauftrag oder einer Patientenverfügung zu machen oder zumindest das Gespräch mit nahestehenden Personen zu führen.

Der Vorsorgeauftrag eignet sich besonders dafür, die Zuständigkeiten bei Verwaltung des Einkommens und Vermögens, der Betreuung des Zahlungsverkehrs, der Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten, etc. abzudecken.

Daneben können in ihm aber auch spezifisch einzelne Aufgaben beschrieben werden. Eine handlungsfähige Person kann darin festlegen, wer sie vertreten soll, falls sie dazu nicht mehr in der Lage ist. Wie ein Testament muss der Vorsorgeauftrag handschriftlich verfasst oder notariell beglaubigt sein.

Die Patientenverfügung beinhaltet Fragen, Werte und Haltungen zu Ihrer Einstellung in Bezug auf Gesundheit und Krankheit und beschränkt sich in der Regel auf
medizinische Anordnungen. Hier kann festgelegt werden, welchen medizinischen Massnahmen Sie im Falle einer Urteilsunfähigkeit zustimmen und welche Sie ablehnen.

Sinnvollerweise enthält die Patientenverfügung auch einen ärztlichen Notfallplan. Im Unterschied zum Vorsorgeauftrag muss man nicht volljährig sein, um eine Patientenverfügung erstellen zu können. Es genügt die Urteilsfähigkeit.

Bei diesem Hinweis handelt es sich um eine vorbereitende Massnahme. Bei der Einschätzung der aktuellen Situation orientieren wir uns alle an den Informationen des Bundesamtes für Gesundheit.