Gestaltung des Dorfbildes soll gesteuert werden

Entlang der Hauptverkehrsachsen in Lengnau werden Grundstücke teilweise als Abstellplätze genutzt. Der Gemeinderat strebt eine höhere Verdichtung an und genehmigte eine Planungszone entlang der Hauptverkehrsachsen.

Die Solothurn- und die Bielstrasse bilden zusammen mit der Büren- und Badmattstrasse das Rückgrat der Erschliessung von Lengnau. An diesen Hauptverkehrsachsen sind in den Mischzonen grundsätzlich Geschäfte, Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe erwünscht.

Leider ist in letzter Zeit in Lengnau eine hohe Anzahl von Autoabstellplätzen feststellbar, resp. es besteht die Absicht neue Autoabstellplätze zu erstellen.

Die Hauptverkehrs-Strassenzüge sind für die Identifikation und das Erscheinungsbild, respektive die Wahrnehmung von Lengnau von zentraler Bedeutung. Dabei ist aufgrund der heutigen sehr beschränkten Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde auf eine hohe Nutzungsdichte und hohe gestalterische Qualität zu achten. Zu verhindern sind insbesondere Nutzungen, die einen grossen Flächenbedarf verursachen und abträglich für das Erscheinungsbild von Lengnau sind.

Mit der Planungszone und der Festlegung einer Mindestnutzung im Sinn der Innenentwicklung an diesen gut erschlossenen Lagen sollen reine Lager- oder Ausstellungsflächen verhindert werden.

Die Planungszone soll ihre Wirkung in den Mischzonen an den Kantonsstrassen (Hauptverkehrs-Strassenzügen) auf eine Tiefe von 40 m gemessen ab Fahrbahnrand entfalten und hat zum Zweck, die Nutzungs- und Gestaltungsvorschriften für diesen Bereich anzupassen. Die Anpassung des Baureglements soll im Rahmen der laufenden Teilrevision der Ortsplanung vorgenommen werden. Es ist selbstverständlich, dass Vorhaben, die der Absicht des Gemeinderates entsprechen, bewilligt werden.