AHV- / IV-Leistungen

Renten, Hilflosenentschädigungen, Invalidenrente und Hilfsmittel der AHV und IV sind mittels Anmeldeformular rechtzeitig geltend zu machen. Die Formulare können auch bei den zuständigen Ausgleichskassen sowie deren AHV-Zweigstellen bezogen werden.

Es gilt das Prinzip: Ohne Anmeldung keine Leistungen

Altersrente

Damit eine Person Anspruch auf eine Altersrente hat, muss ihr mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge angerechnet werden können. Rentenberechtigte Personen haben Anspruch auf Kinderrente bis das jeweilige Kind das 18. Altersjahr beendet oder bis es seine Ausbildung abgeschlossen hat, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr.

Anspruch auf eine Altersrente haben:

  • Männer, welche das 65. Altersjahr vollendet haben
  • Frauen, welche das 64. Altersjahr vollendet haben

Der Anspruch entsteht ab Folgemonat des ordentlichen Rentenalters.

Dem Merkblatt "Altersrenten und Hilflosenentschädigungen der AHV" können Sie weitere Informationen entnehmen.

Anmeldung

Die Rentenanmeldung kann bei der AHV-Zweigstelle Lengnau-Pieterlen oder bei der zuständigen Verbandsausgleichskasse eingereicht werden.

Für die Berechnung und Auszahlung der Altersrente ist jene Kasse zuständig, die vor dem Erreichen des Rentenalters die Beiträge entgegengenommen hat.

Verheiratete oder getrennte Personen, deren Ehegatte bereits rentenberechtigt ist, müssen sich bei jener Ausgleichskasse anmelden, welche die Rente des Ehegatten auszahlt.

Vorbezug

Ein Vorbezug der Altersrente ist für ein oder zwei Jahre möglich. Das heisst Männer mit 63 oder 64 Jahren und Frauen mit 62 oder 63 Jahren.

Wer seine Altersrente vorbezieht, erhält für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine gekürzte Rente von 6,8% für ein Jahr Vorbezug und von 13,6% für zwei Jahre Vorbezug.

Personen mit Rentenvorbezug haben keinen Anspruch auf Kinderrenten während der Vorbezugsperiode.

Wer die Rente vorbezieht, untersteht weiterhin der AHV/IV/EO-Beitragspflicht.

Aufschub

Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben, können den Bezug der Rente um mindestens ein Jahr und um höchstens fünf Jahre aufschieben. Damit erhöht sich die Altersrente um einen monatlichen Zuschlag.

Während des Aufschubs kann die Rente nach freier Wahl abgerufen bzw. bezogen werden. Man muss sich also nicht im Voraus auf eine feste Aufschubsdauer festlegen. Mit dem Aufschub der Altersrente werden auch Kinderrenten aufgeschoben. Die Höhe des monatlichen Zuschlags hängt von der Dauer des Aufschubs ab. Sie wird in Prozenten des Durchschnitts der aufgeschobenen Rente festgesetzt.

Hilflosenentschädigung

In der Schweiz wohnhafte Personen, die eine Altersrente oder Ergänzungsleistungen beziehen, können eine Hilflosenentschädigung der AHV geltend machen, wenn:

  • Sie in schwerem, mittlerem oder leichtem Grad hilflos sind;
  • Die Hilflosigkeit ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat;
  • Kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung oder der Militärversicherung besteht.

Hilflos ist, wer für alltägliche Lebensverrichtungen (Ankleiden, Körperpflege, Essen usw.) dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, dauernder Pflege oder persönlicher Überwachung bedarf.

Die Hilflosenentschädigung ist von Einkommen und Vermögen unabhängig.

Die Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädigung ist direkt bei der IV-Stelle Kanton Bern einzureichen:

IV-Stelle Kanton Bern
Scheibenstrasse 70
Postfach
3001 Bern

Telefon: 058 219 71 11
Fax: 058 219 72 72
www.ivbe.ch

Dem Merkblatt "Altersrenten und Hilflosenentschädigungen der AHV" können Sie weitere Informationen entnehmen.

Invalidenrente

Rente

Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung haben Versicherte, die wegen eines Gesundheitsschadens in ihrer Erwerbstätigkeit oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich teilweise oder ganz eingeschränkt sind.

Diese gesundheitliche Einschränkung muss über längere Zeit andauern. Es ist nicht massgeblich, ob der Gesundheitsschaden körperlicher, psychischer oder geistiger Natur ist, ob er schon bei der Geburt bestanden hat oder Folge einer Krankheit oder eines Unfalls ist.

Versicherte unter 20 Jahren können ebenfalls Leistungen der IV erhalten, wenn der Gesundheitsschaden ihre Erwerbstätigkeit voraussichtlich einschränken wird.

Berufliche Eingliederungsmassnahmen

In der Invalidenversicherung gilt der Grundsatz "Eingliederung vor Rente". Die Eingliederungsmassnahmen haben das Ziel, die Erwerbsfähigkeit von Versicherten wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten. Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen.

Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt. Ist eine Eingliederung nicht möglich, können Ausbildungen und Arbeitsplätze in einem geschützten Bereich vermittelt werden.

Anmeldung

Wenn Sie Leistungen der IV beantragen wollen, müssen Sie sich raschmöglichst bei der IV-Stelle Kanton Bern melden.

Das Antragsformular erhalten Sie bei den IV-Stellen, den Ausgleichskassen und der AHV-Zweigstelle Lengnau-Pieterlen oder direkt unter www.ahv-iv.ch.

Die Anmeldung ist direkt bei der IV-Stelle Kanton Bern einzureichen:

IV-Stelle Kanton Bern
Scheibenstrasse 70
Postfach
3001 Bern

Telefon: 058 219 71 11
Fax: 058 219 72 72
www.ivbe.ch

Dem Merkblatt "Invalidenrenten der IV" können Sie weitere Informationen entnehmen.

Hilfsmittel der AHV und IV

AHV

Sie haben Anspruch auf Hilfsmittel der AHV, wenn Sie eine Altersrente und Ergänzungsleistungen beziehen und in der Schweiz wohnen.

Haben Sie vor Erreichen des AHV-Rentenalters Hilfsmittel der IV oder einen Kostenbeitrag zu deren Anschaffung erhalten, so haben Sie nach Erreichen des AHV-Rentenalters weiterhin Anspruch auf diese Leistungen, solange die Voraussetzungen erfüllt sind.

Dem Merkblatt "Hilfsmittel der AHV" können Sie die Liste mit den Hilfsmitteln und weitere Informationen entnehmen. 

IV

Versicherte der IV haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufgestellten Liste einerseits Anspruch auf Hilfsmittel, die sie benötigen, um weiter erwerbstätig oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich (z.B. als Hausfrau oder Hausmann) tätig bleiben zu können, aber auch auf Hilfsmittel, die für die Schulung, Ausbildung und funktionelle Angewöhnung benötigt werden.

Anderseits haben Versicherte der IV auch Anspruch auf Hilfsmittel, die sie brauchen, um ihren privaten Alltag möglichst selbständig und unabhängig zu bewältigen. Dazu gehören Hilfsmittel für die Fortbewegung, für die Herstellung von Kontakten mit der Umwelt und für die Selbstsorge.

Dem Merkblatt "Hilfsmittel der IV" können Sie die Liste mit den Hilfsmitteln und weitere Informationen entnehmen.