Projekte

In der Einwohnergemeinde Lengnau BE ist aktuell folgendes Projekt im Gang:

3-fach Sporthalle Schulhaus Dorf (aktuelles Projekt)

Lengnau braucht dringend eine neue Sporthalle für Schule und Vereine. Das Bedürfnis ist unbestritten, und die Stimmberechtigten haben die Pläne in der Vergangenheit mehrfach unterstützt. Das Projekt hat jedoch im Bewilligungsverfahren diverse Verzögerungen erfahren. Knackpunkt war und ist nicht die Bedürfnisfrage. Es waren vielmehr Einwände gegen die ursprüngliche Gestaltung, die das Verfahren vorübergehend blockiert haben. Namentlich die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) hatte grundsätzliche Vorbehalte zur Gestaltung der neuen Sporthalle.

Die Behörden haben diese Kritik ernst genommen und eine sorgfältige Überarbeitung in Auftrag gegeben. Inzwischen hat die zuständige Behörde das aktuelle Projekt verabschiedet. Damit ist der letzte Stolperstein im Bewilligungsverfahren aus dem Weg geräumt und die Volksabstimmung kann stattfinden.

Funktionalität und Gestaltung vereint

Das Projekt hat gegenüber der Abstimmungsbotschaft von November 2011 diverse Verbesserungen erfahren. Generell lässt sich festhalten, dass beim ersten Projekt die Funktionalität im Vordergrund gestanden hat. Daran hat sich im Grundsatz nichts geändert, denn das «Innenleben» der Sporthalle bleibt gleich. Zusätzlich liegt der Fokus nunmehr auch auf gestalterischen Kriterien. Auf diesen Optimierungsprozess wurde bereits an der gut besuchten Orientierungsversammlung im letzten September 2015 hingewiesen.

Die Kosten für die neue Sporthalle werden sich in einem für ein solches Projekt üblichen Bereich bewegen. Die Stimmberechtigten werden in Kenntnis aller Details entscheiden können. Die Finanzierung wird – wie schon 2011 vorgesehen - vorwiegend aus eigenen Mitteln erfolgen.

Zusammenhang mit Schulraumplanung

Lengnau ist eine Wachstumsgemeinde und erlebt eine positive Entwicklung. Die erfolgreiche Ansiedlung der CSL Behring ist in dieser Beziehung das jüngste Beispiel. Diese Dynamik hat nicht zuletzt einen Einfluss auf die Infrastruktur, etwa den Schulraum, der mittelfristig weiterentwickelt wird. Die in Auftrag gegebene Schulraumplanung zeigt, wie die nach dem Bau der neuen Sporthalle frei werdenden Räumlichkeiten sinnvoll für die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler - und damit der Schule - genutzt werden können.

Mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen wird mit der Schulraumplanung eine Gesamtschau angestrebt. Der Gemeinderat legt dabei den Fokus im Zentrum von Lengnau. Dahinter steht die Absicht, allen Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich eine moderne und wertvolle Schulinfrastruktur anzubieten.

3-fach Sporthalle Schulhaus Dorf (Projektstudie 2)

Wie schon früher kommuniziert, will die Einwohnergemeinde Lengnau BE am Neubauprojekt Sporthalle festhalten. Das bestehende Projekt wird überarbeitet.

Nachdem der Souverän den Kredit für die 3-fach Sporthalle genehmigte und sich wiederholt für die Halle aussprach, sieht der Gemeinderat vor, ein entsprechendes Projekt auf dem Schulareal Schulhaus Dorf umzusetzen.

Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens kritisierte die die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK)  die Ausrichtung der Sporthalle auf der Parzelle. Der Bau einer Sporthalle auf dem Areal sei jedoch möglich, hielt die OLK fest.

Der eingesetzte Ausschuss Sporthalle überprüfte nun die Situation und legt eine Lösungsvariante vor, die dem Wunsch der OLK entspricht.

Der Gemeinderat setzte die erneute Urnenabstimmung über die Dreifachsporthalle Schulhaus Dorf auf November 2015 an. Das Projekt Sporthalle wurde durch den Ausschuss Sporthalle vollständig überarbeitet und überprüft. Im Herbst 2015 erfolgen verschiedene Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung und die Vereine.

Dem Einwohnergemeinderat Lengnau BE ist es ein Anliegen, die Sporthalle Lengnau BE im Zentrum der Gemeinde bauen zu können. Dieses Anliegen wurde von den Stimmberechtigten bereits zweimal bestätigt. Erstmals beim Kauf des Landes und anschliessend bei der Genehmigung des Projektes Sporthalle im Dorfzentrum. Mit dem Erwerb der Parzelle Lüthi ist das Terrain Schulhaus Dorf wunderbar arrondiert.

Die neue Dreifachsporthalle soll sich dezent in das Schulareal Dorf eingeben und architektonisch auf die bestehenden Schulgebäude reagieren.

Architektonischer Ausdruck des Gebäudes

Vom Architektenteam wurde ein Bezug zwischen der Sporthalle und der Aussenraumgestaltung verlangt. Zur Unterstützung dieses Anliegens wurde ein Landschaftsplaner eingesetzt, der mögliche Lösungsvorschläge zur Umgebungsgestaltung einbringt.

Die Platzsituation vor dem Haupteingang wurde neu gestaltet. Die Baumbepflanzung weist im Gegensatz zu früher eine lockere, anstelle der geometrischen Anordnung auf. Auch wird der Platz mittels einheitlichem Bodenbelag zusammengefasst. Zu diesem Platz ist auch das Eingangsfoyer ausgerichtet. Die Schülerinnen und Schüler als Hauptnutzer erreichen die Halle ab dem Schulhaus direkt auf diese Nordwestecke des Gebäudes. Der Eingangskubus wurde bewusst vom Hallenvolumen abgesetzt. Das Gebäude ist so besser gegliedert und fügt sich so optimal an die bestehenden Gebäude an.

Auf Anregung der OLK wurde die Fassadengestaltung nochmals eingehend überprüft. Am Grundkonzept mit der „Ablesbarkeit“ der drei Hallen wird festgehalten. Sowohl für die Fensterproportionen, -achsen und -einteilungen wurden diverse Varianten ausgestaltet und geprüft. Die vorgeschlagene Variante führt zu einem leichten Erscheinungsbild der Dreifachsporthalle.

Umgebungskonzept

Die Umgebungssituation wurde mit dem beauftragten Landschaftsarchitekten eingehend studiert. Die Umgebung soll ein ruhiges Bild, ohne Abstufungen, ausdrücken. Dies ist gewährleistet, da der „rote Platz“ und die Rasenfläche auf der gleichen Ebene angelegt sind.

Im neuen Konzept wird auf eine Stützmauer verzichtet. Geplant ist neu eine naturnahe, gegen Westen abfallende Blumenwiesenböschung, die mit einheimischen Heckengehölzen bepflanzt wird. Der Blick auf das Dorfschulhaus aus Richtung Nerbenstrasse ist durch die durchlässige Gestaltung gegeben. Mit der Einfriedung ergibt sich eine campusartige Situation welche ein stimmiges und abschliessendes Bild abgibt. Damit verbunden ist eine Tieferlegung der Einstellhalle. Auf die geplante Laufbahn wird infolge der geänderten Gefällsverhältnisse verzichtet.

Gemeinderat setzt auf Wärmeverbund

Die geplante Holzschnitzelanlage beim Schulhaus Dorf fällt weg. Aus baulicher Sicht kann somit auf den Anlieferungsbereich für die Holzschnitzel sowie die Kamine der Holzschnitzelanlage verzichtet werden. Der Gemeinderat kommt damit einem Wunsch der OLK entgegen. Er hat sich daher für die Sanierung der Ölheizung für die Schulhäuser Dorf entschieden. Übergangsmässig soll auch die Sporthalle an diese Heizung angeschlossen werden.

Parallel dazu setzt der Gemeinderat auf die Arbeiten des Wärmeverbundes. Bestehend aus Vertretern der Burger- und der Einwohnergemeinde Lengnau BE wurde ein Ausschuss eingesetzt, der Lösungen für eine Fernwärmeheizung über das gesamte Dorfgebiet erarbeitet. Die Schulhäuser Dorf und Kleinfeld wie die geplante Dreifachsporthalle sollen später über den Wärmeverbund versorgt werden. Die Ölheizung könnte im geplanten Wärmeverbund zur Spitzenabdeckung weitergenutzt werden.

Mit der neuen Lösung unterstreichen die Gemeindebehörden, wie wichtig ihnen der Bau der neuen Sporthalle für die jungen Nutzerinnen und Nutzer ist. Schulkinder aus Lengnau BE und auch die Vereine sollen das Recht haben, ihre sportlichen Aktivitäten in einer modernen und dem Dorf angemessenen Infrastruktur betreiben zu können.

Mit der vorgeschlagenen Lösung, den Sportbereich der Sporthalle auf dem Niveau der Einstellhalle vorzusehen, wirkt die Sporthalle sehr schön in das Terrain eingebettet und kann gut in das Schulareal integriert werden. Die ansprechenden Dimensionen der Sporthalle dürfen als modernes Gegenstück zu den bestehenden Schulhäusern angesehen werden und konkurrenzieren diese nicht. Dem Gemeinderat war und ist es deshalb wichtig, dass die Sporthalle die bestehenden Schulhäuser nicht überragt. 

Mit dem Haupteingang der Sporthalle auf der Nordseite des Gebäudes ist der Bezug zu den Schulgebäuden optimal gegeben. Die bestehenden Aussensportanlagen (Hochsprung, Weitsprung, roter Platz) bleiben bestehen. Bisher machte man mit der bestehenden Anordnung gute Erfahrungen. Damit das Dorfschulhaus (Mittelstufenschulhaus) von der Nerbenstrasse her eingesehen werden kann, entsteht vor der Sporthalle eine grosse Rasenfläche.

Vorprojekt Sporthalle (Projektstudie 1)

Ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Infrastruktur soll in Angriff genommen werden. Die Bevölkerung wird am 20. November 2011 an der Urne über das Projekt entscheiden. An einer Orientierungsversammlung in der alten Turnhalle der Schulanlage Dorf kann sich die Bevölkerung ein Bild über die heutige Situation und das vorgesehene Projekt machen.

Der Gemeinderat ist sehr erfreut, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein intensiv bearbeitetes und auf Lengnau BE zugeschnittenes Sporthallenprojekt vorzulegen. Für die Einwohnergemeinde Lengnau BE bedeutet das Projekt ein Meilenstein in der Geschichte.

Aus Sicht des Gemeinderates vermag das vorgelegte Projekt bezüglich Ästhetik, Funktionalität und Energieverbrauch (Minergiestandard) zu überzeugen. Zudem ist die neue 3-fach Sporthalle für die Einwohnergemeinde Lengnau BE dank der zukunftsgerichteten Finanzplanung finanzier- und tragbar.




Haupteingang der geplanten Sporthalle Schulanlage Dorf

 
 

Mit dem Kauf der Gebäude Küpfgasse 10 zieht sich die Schulanlage mittlerweile von der Solothurnstrasse bis zu den Bahngeleisen hin. Inmitten der Schulanlage, zwischen den Schulhäusern, der Tagesschule und dem Kindergarten Fabrikstrasse, soll die Sporthalle entlang der Nerbenstrasse gebaut werden. Die Nerbenstrasse wird optimal in das Schulareal integriert und dient als Fusswegverbindung auf dem Schulareal. Zwecks hoher Ausnützung des Terrains soll zusätzlich unterirdisch eine Einstellhalle mit 50 Parkplätzen gebaut werden. Neben der optimalen Raumgestaltung wird mit dem Bau der Einstellhalle beabsichtigt, die Anwohner vor möglichen Lärmimmissionen zu schützen. Bei Anlässen in der Aula der Schulanlage wie der Sporthalle, sollten so generell genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Während dem normalen Schulbetrieb werden die Fahrzeuge der Lehrerschaft ebenfalls in der Einstellhalle versorgt und bieten den Schülerinnen und Schülern mehr Gewähr, den freien Raum um die Schulhäuser zu nutzen.

Mit der vorgeschlagenen Lösung, den Sportbereich der Sporthalle auf dem Niveau der Einstellhalle vorzusehen, wirkt die Sporthalle sehr schön in das Terrain eingebettet und kann gut in das Schulareal integriert werden. Die ansprechenden Dimensionen der Sporthalle dürfen als modernes Gegenstück zu den bestehenden Schulhäusern angesehen werden und konkurrenzieren diese nicht. Dem Gemeinderat war und ist es deshalb wichtig, dass die Sporthalle die bestehenden Schulhäuser nicht überragt. 

Mit dem Haupteingang der Sporthalle auf der Nordseite des Gebäudes ist der Bezug zu den Schulgebäuden optimal gegeben. Die bestehenden Aussensportanlagen (Hochsprung, Weitsprung, roter Platz) bleiben bestehen. Bisher machte man mit der bestehenden Anordnung gute Erfahrungen. Durch den Platzbedarf der Sporthalle ergeben sich jedoch Veränderungen bei den Rasenflächen. Die Rasenflächen und der rote Platz bieten Gewähr, dass weiterhin 2 bis 3 Schulklassen gleichzeitig Sport betreiben können. Bei einer globalen Beurteilung sind die Platzverhältnisse für die Vereine in den Aussensportanlagen als eher beschränkt einzustufen. Wenn die Details beurteilt werden, ist festzustellen, dass einzelne Vereine ihren Sport auch im Sommer vorwiegend in der Halle  betreiben. Andere Vereine verfügen über eigene Aussenanlagen. Der Gemeinderat stuft somit die Aussenanlagen für die Vereine als ausreichend ein. Für die Durchführung eines Grossanlasses, bietet sich das Gelände jedoch nicht an.

Bei der Sporthalle handelt es sich um eine kubische Form in welcher 3 abgetrennte Sporthallen integriert sind. Dazu gehören 6 Garderoben und die notwendigen Nebenräume für technische und sanitäre Anlagen. Bei der Anordnung der Garderoben wurde auf die internen Abläufe einer Sporthalle geachtet.

Neben den technischen Räumen sind ausreichend Räume für den Hausdienst vorhanden. Die Gebäudehülle entspricht dem Minergiestandard. Weitergehende Standards wie Minergie-P usw. sind aus finanziellen Gründen aus heutiger Sicht nicht interessant.

Die Abmessungen der gesamten Sporthalle und der dazugehörenden Geräteräume entsprechen den Normen gemäss Bundesamt für Sport.

Der Haupteingang zur Sporthalle befindet sich in der Mitte der gesamten Schulanlage. Sie ist behindertengerecht ausgestattet und für alle Benutzer leicht erreichbar. Mit der Einfahrt in die Einstellhalle wird gleichzeitig die direkte Zufahrt  in die Sporthalle möglich. Bei Gemeinde- oder Vereinsanlässen können Fahrzeuge einfach in die Halle fahren. Im Bereich der Einfahrt besteht zudem die Möglichkeit temporär Fahrzeuge abzustellen.

Mit der Aussenbelichtung über die "Laterne" ist die Sonneneinstrahlung in der Halle hervorragend gelöst. So ist in der Halle ein optimales Raumklima und eine blendfreie Belichtung gewährleistet. Mit dem Laterneneffekt strahlt die Sporthalle bei Dunkelheit über das Schulgelände hinaus und wirkt sehr leicht und ausdrucksstark.

Vom Haupteingang gelangt man durch das grosszügige Foyer (ca. 120 m2) zu einer Galerie, welche als Zuschauertribüne mit Sitzgelegenheiten ausgestattet ist. Aus Kostengründen wurde hier auf eine Abtreppung verzichtet.

Die Küche ist für allgemeine Anlässe ausgestattet. Bei Bedarf könnte ein direkter Zuliefereingang vorgesehen werden. Diese Details sind bei der definitiven Projektbearbeitung durch den Ausschuss Sporthalle zu klären.

Auf dem gleichen Sportniveau ist der Aussengeräteraum angelegt. Er entspricht den Normen des Bundesamtes für Sport und führt über den Zugangsbereich von der Küpfgasse her direkt auf die Rasenfläche.

Als Heizungssystem ist eine Holzschnitzelheizung für die gesamte Schulanlage Dorf vorgesehen. Der Gemeinderat rechnet bei der Heizungsanlage mit Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Heizungssystem. Der Gemeinderat setzt jedoch auf Holz aus den Lengnauer Wäldern und beabsichtigt mit der Burgergemeinde entsprechende Lieferverträge abzuschliessen. Dies im Sinne einer ökologischen und Co2-neutralen Ausrichtung des Heizungsprojektes.

Kosten

Die Kosten für das Generationenprojekt belaufen sich auf CHF 13,65 Mio. Die langjährige Finanzstrategie des Gemeinderates sieht vor, dass das Projekt für die Einwohnergemeinde Lengnau BE tragbar sein muss. Dank der guten Finanzlage der Einwohnergemeinde Lengnau BE, die Einwohnergemeinde Lengnau BE ist schuldenfrei, kann dieses Ziel ohne weiteres erreicht werden. Aus dem Sportfonds des Kantons Bern sind Subventionen von 10% zu erwarten.

Die Kosten im Detail sind wie folgt:

Dreifachturnhalle

CHF

9'720'000.00

Aussensportanlage

CHF

515'000.00

Einstellhalle

CHF

1'652'000.00

Heizungsanlage Schulanlage Dorf (alle Gemeindeliegenschaften)

CHF

1'504'000.00

Schwingkeller

CHF

259'000.00

Total Kosten

CHF

13'650'000.00

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