Barrierefreier Zugang Bahnhof Lengnau verzögert sich

Die Lengnauer Ortsparteien und die Bevölkerung verlangen die umgehende Umsetzung eines barrierefreien Zugangs zum Bahnhof Lengnau. Das Projekt verzögert sich weiter.

Neben dem Zugang zu den Geleisen ist die Bahnhofunterführung in Lengnau eine wichtige Fussgängerverbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Dorfteil. Die Ortsparteien forderten deshalb den Gemeinderat mittels Petition auf, sich intensiv mit dem Projekt rollstuhl- und kinderwagengerechten Zugang zum Bahnhof Lengnau auseinandersetzen.

Obwohl der Gemeinderat bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vorstellig wurde, fruchtete das Engagement nicht. Die Antwort der SBB fiel generell unbefriedigend aus. Die SBB teilten mit, die konkreten Projektpläne Bahnhof Lengnau würden dem Gemeinderat im Frühling 2017 vorgestellt. Leider liessen sich die SBB daraufhin nicht mehr verlauten. An der Juni-Gemeindeversammlung 2017 beauftragte die Bevölkerung den Gemeinderat mit den SBB seien erneut Verhandlungen über den barrierefreien Zugang Bahnhof Lengnau zu führen. Sie beschloss, damit der barrierefreie Zugang zum Bahnhof Lengnau baldmöglichst und nicht erst in einigen Jahren realisiert werden könne, sei der nächsten Gemeindeversammlung ein Kreditantrag zur Vorfinanzierung eines Ausführungsprojektes vorzulegen. Mit den SBB sei die Rückzahlung innert angemessener Frist zu vereinbaren.

In der Folge wurden die SBB mit dem Anliegen der Lengnauer Bevölkerung konfrontiert. Die SBB wiesen in einer Allgemeinformel darauf hin, bereits heute würden 70% der Reisenden von barrierefreien Bahnhöfen profitieren. Erst wenn das Umsetzungskonzept der SBB vom Bundesamtes für Verkehr genehmigt sei, könne über konkrete Pläne am Bahnhof Lengnau informiert werden. Die Finanzierung des barrierefreien Bahnhof Lengnau stehe jedoch nicht im Vordergrund. Vielmehr müssten die zusätzlichen Bahnhofbauten mit dem Linienkonzept abgestimmt sein.